Wohnen in der Hoehe | © panthermedia.net / ivan kmit

Ungewöhnlich gemütlich

Die eigenen vier Wände – ein Rückzugsort. Ob Hoch- oder Einfamilienhaus, der Wohlfühlfaktor zählt. Aber warum immer am Standardprinzip festhalten? Jeder träumt doch von seinem Traumhaus, hoch in den Wolken, ganz geheim unter der Erde oder sonst wo. Es wird also Zeit gegen den Mainstream zu schwimmen und seine Träume zu verwirklichen. Wir stellen euch zwei ungewöhnliche Ideen vor, sich seinen etwas anderen Wohnort zu schaffen – mit Wohlfühlfaktor versteht sich.

  • Ich will hoch hinaus!

Es ist der Kindheitstraum, den sich viele erst im Erwachsenenalter erfüllen: ein Baumhaus bauen. Hoch in den Wipfeln fühlt man sich frei und hat seine Ruhe. Die ideale Gelegenheit, dem ganzen Alltagsstress einmal zu entfliehen. Für die meisten ist es aber auch einfach nur ein tolles Gefühl, hoch oben über allem zu schweben. Wieso also nicht das temporäre Glücksgefühl zu einem dauerhaften machen und sich sein Wohnhaus einfach in die Baumkronen setzen? Wer sagt denn, dass man in einem Baumhaus nicht wohnen könne?

Also, los geht’s. Damit das Baumhaus am Ende wirklich ein Haus zum Wohnen wird, muss es professionell konstruiert sein. Also am besten nicht auf gut Glück Bretter aneinander hämmern, sondern sich professionelle Unterstützung holen. So klappt es dann auch mit der Wasser- und Stromversorgung. Auf tiny-houses.de findet ihr zahlreiche Tipps für die Planungsphase, was dabei beachtet werden muss und eben alles Wissenswerte für den Baumhausbau.

Die Frage, die sich jetzt noch stellt: ist das nicht gefährlich? Nein, bei einer professionellen Konstruktion nicht (Auf keinen Fall selbst bauen!). Denn die Profis wissen ganz genau, welche Bäume sich eignen und was es zu beachten gilt. So spielen beispielweise auch die Umweltverträglichkeit und der Naturschutz eine große Rolle. Laut dem dänischen Architekten Konrad Wójcik sollten wir sogar alle nur noch auf Bäumen und im Einklang der Natur leben, um keinen ökologischen Fußabdruck zu hinterlassen. (Quelle)

Weiterer Aspekt: Wo baue ich das Häuschen hin? Schließlich kann man sich nicht jeden x-beliebigen Baum aussuchen und da mal sein Haus draufbauen. Ein Wohn(baum)haus ist auf jeden Fall genehmigungspflichtig, weshalb vorher eine gründliche Recherche zum Baurecht in der eigenen Region notwendig ist.

  • Leben wie „der Herr der Ringe“

Frodo, Bilbo und Samweis haben es vorgemacht, ein Brite macht es nach: im Hobbithaus leben. Das ist nicht nur gemütlich, sondern obendrauf auch noch ökologisch. Dass der Bau des eigenen Hauses zudem gar nicht teuer sein muss, beweist uns Simon Dale, der kurzerhand beschloss, für sich und seine Familie in den Wäldern von Wales ein kleines Häuschen zu errichten, für gerade einmal 3000 Pfund. (Quelle) Und das ausschließlich mit natürlichen Materialien, denn genau wie die Hobbits, will er im Einklang mit der Natur leben.

Das Prinzip des Hobbithauses ist die Verwendung natürlicher Materialien. So ist es beispielsweise mit Lehm verputzt, mit Stroh isoliert und trägt Solarzellen auf dem Dach (Dieses kleine bisschen Technik darf dieser Tage ergänzt werden). Beheizt wird aber mit einem Holzofen und da das Hobbithaus teilweise eingegraben ist, verbraucht es auch noch weniger Energie. Ideal, um seinen ökologischen Fußabdruck zu verringern und dabei auch noch Geld zu sparen.

Jetzt könnte man meinen, ein in der Erde liegendes „Minihaus“ sei nicht gemütlich; aber genau das ist es, was das Hobbithaus so komfortabel macht. Diese Gefühl sich in Mittelerde, irgendwie in einer anderen Welt zu befinden. Und wem es so nicht passt, der kann sein eigenes Hobbithaus ja einfach größer bauen. Es ist auf jeden Fall eine Überlegung wert, sich in eine neues, nachhaltiges Leben in Mittelerde zu stürzen.

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