Heiße Tage im Büro: Abkühlung oder Hitzefrei?

Bei Temperaturen über 30 Grad nützt auch das Krawatte-Lockern nichts mehr und heimlich bahnt sich der Schweiß seinen Weg über den Körper. Hitzefrei wäre da schon eine feine Sache, aber dazu ist kein Arbeitgeber verpflichtet. Und selbst die gesetzlichen Richtlinien dazu sind nur „Soll“-Vorschriften, keine verbindliche Garantie auf kalte Räume. Allerdings können natürlich sowohl der Arbeitgeber als auch Sie als Arbeitnehmer manches dafür tun, dass Sie nicht all zu sehr ins Schwitzen kommen. Wir verraten wie!



Auch die Konzentration geht an heißen Tagen schnell flöten.

Auch die Konzentration geht an heißen Tagen schnell flöten.

Die kühlen Stunden nutzen

Die Siesta in südlichen Gefilden ist ein gutes Vorbild für Verhalten an heißen Tagen: nutzen Sie die morgen und Abendstunden aus! Manche Arbeitgeber lassen sich darauf ein, dass Arbeitnehmer früher kommen oder länger Mittagspause machen und dann abends nochmal arbeiten, um der besonders hohen Hitze am Mittag zu entgehen. Geht natürlich nicht, wenn Öffnungszeiten oder Kundentermine dem im Weg stehen.

Dann nutzen Sie zumindest die Morgen, Abend- oder gar Nachtstunden, um zu lüften. Mittags sollten die Fenster dann eher geschlossen werden, damit die heiße Luft draußen bleibt. Nachts zu lüften geht natürlich nur, wenn Versicherung und Architektur nichts dagegen halten. Diebstahlsicher muss das Büro natürlich trotzdem sein.

Wasser, Wasser, Wasser!

Wirklich wesentlich an heißen Tagen ist ihr Trinkverhalten: durch das Schwitzen scheiden Sie so viel Flüssigkeit aus, dass Sie mindestens die empfohlenen zwei bis drei Liter trinken sollten. Am besten auch keine eisgekühlten Getränke, denn der Körper muss diese dann wieder auf Körpertemperatur erwärmen, benötigt dazu Energie und kommt erneut ins Schwitzen! Gut sind verdünnte Saftschorlen und Wasser.



schwitzen im büro

Auch den Kopf können Sie mit kalten Wasser antupfen und erfrischen.

Außerdem hilft es, wenn Sie regelmäßig kaltes Wasser über die Pulsadern laufen lassen. Wer kann, der stellt die Füße am besten auch gleich noch in ein Wasserbad – etwa in einer kleinen Wanne unter dem Tisch. Das geht freilich auch nur ohne Kundenkontakt und wenn es der Chef erlaubt, hilft dem Körper aber sehr!

Fettiges in der Mittagspause meiden!

Um Nahrung zu verdauen braucht unser Körper einiges an Energie. Je fettiger und kohlenhydratreicher Ihre Mittagspause ausfällt, desto mehr Arbeit muss Ihre Verdauung leisten. Doch das führt erneut zum Schwitzen und strengt an. Deshalb lieber leichte Salat, frisches Obst oder kohlenhydratarme Gerichte essen!

Ventilatoren und Klimaanlagen

Ist die Hitze unerträglich und die Arbeit kaum zu bewältigen, dann schaffen mobile Ventilatoren und Klimaanlagen Abhilfe. Sie sind zwar unter ökologischen Aspekten nicht einwandfrei, aber als Ausnahme schon mal ok. Allerdings bringen vor allem Ventilatoren nur dann echte Abhilfe, wenn frische Luft in den Raum kommt. Denn auch der Sauerstoffgehalt ist wichtig, dass Ihr Hirn fit bleibt!

Heute mal ohne Krawatte

Versuchen Sie außerdem mit Ihrem Chef eine Einigung bezüglich der Kleiderordnung zu finden. Enge Krawatten, Anzug-Jacketts oder auch Strumpfhosen bei Frauen sind bei solchen Temperaturen eine zusätzliche Qual. Selbst die Bundesanstalt für Arbeitsschutz empfiehlt die Kleiderordnung bei mehr als 26 Grad zu lockern.

Bilder: Minerva Studio, shutterstock.com / Tomas Skopal, shutterstock.com



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