Mückenplage im Sommer | © panthermedia.net / apichart

7 Sommer-Killer – und endlich Abhilfe

Zu Pfingsten traut sich der Sommer nun endlich aus seinem Versteck: gesellige Biergärten, erfrischende Abkühlung an Seen, sommerliche Ausflüge, ausgedehnte Sonnenbäder und viel nackte Haut locken – und werden uns dabei immer wieder zum Verhängnis! Wir präsentieren die 7 nervigsten Sommererscheinungen und wie man den Kampf gegen sie gewinnt.

1. Stechmücken

Der japanische Forscher Yohikazu Shirai will herausgefunden haben, dass Menschen mit Blutgruppe 0 besonders häufig Opfer von Mückenstichen sind. In Versuchen wurden sie doppelt (!) so häufig angegriffen wie Menschen anderer Bluttypen (Quelle). Unser Tipp: Blutgruppe wechseln! Das geht dank der jüngst vom französischen Immunologen Jean-Pierre Dulac entwickelten Baresque-Technik inzwischen in unter zwei Wochen. Völliger Quatsch! Gegen Mücken helfen nur diese Tricks:

  • Mückennetze an den Fenstern und Türen sind die Garanten ruhigen Schlafs – für alle Blutgruppen
  • Helle, langärmlige Kleidung –> Dunkle Farben ziehen Mücken an
  • Nach dem Sport duschen, denn Schweiß lockt Mücken an (aufgrund der Freigabe von mehr Kohlendioxid und Milchsäure)
  • Vor allem bei Babys Moskitonetze über dem Bett anbringen
  • Stehende Wasserquellen im Garten vermeiden, das sind Mückenlarven-Paradiese
  • Folgende ätherische Öle helfen: Das Süßgras Citronella, Rosmarin, Nelken, Pfefferminze, Zimt und Neemöl –> die Anleitung zur Zubereitung eines natürlichen Mückenschutzes mit diesen Ölen gibt es beim Zentrum der Gesundheit

2. Wespen, Bienen und Co.

Wespen, Bienen und Hornissen visieren Menschen dagegen selten und meist nur aus Versehen an – und schließlich zahlen Bienen den Stich mit ihrem Leben. Während Bienen durch die Pflanzenbestäubung von unschätzbarem Wert für unser Ökosystem sind, leisten Wespen und Hornissen wichtige Arbeit in Sachen Schädlingsbekämpfung, da sie zur Aufzucht ihrer Jungen tierisches Eiweiß benötigen. Also bei Begegnung auf keinen Fall töten! Lieber diese Tipps zur Vermeidung befolgen (im Artikel „Keine Panik bei Wespen und Hornissen“ auf dem Insekten-Hotel-Blog genauer nachzulesen):

  • Fliegennetze an die offenen Fenster, damit sie nicht im Haus gefangen werden
  • Verirrt sich doch ein Brummer ins Haus, immer zwei möglichst gegenüberliegende Fenster öffnen, damit die Zugluft das Tier nach draußen treibt
  • Getränke und Essen draußen abdecken, Hände und Mund säubern
  • Ruhig bleiben: Wenn sich Wespen, Bienen oder Hornissen nähern, dann nur aus Neugierde, oder weil sie etwas vom süßen Essen naschen wollen. Wildes Verhalten kann sie aggressiv machen.
  • Keine Insektensprays, denn diese enthalten meist die Nervengifte Pyrethrum und Pyrethroide, die am meisten den Stechtieren, jedoch auch Haustieren und sogar uns Menschen Schaden zufügen.
  • Alter Oma-Trick: Zitronen halbieren und mit Nelken bestücken

3. Ohrenbetäubende Sommerhits

Die nicht ganz zufriedenstellende aber einzige Lösung: Lernen, sie zu lieben. Denn ausweichen kann man den Sommersongs selten. Hier zur Übung die nervigsten Sommerhits aller Zeiten, zusammengestellt von der Süddeutschen Zeitung.

4. Sonnenbrand

Hat man sich nicht ausreichend vor der sommerlichen Intensität der Sonne schützen können (mit diesen Vorbeugemaßnahmen des Bundesamts für Strahlenschutz), hilft es nur, das Leid zu lindern. Dafür folgende Tricks befolgen:

  • Aloe Vera Saft, am besten direkt aus der Pflanze: Lindert die Schmerzen und beruhigt die Hautentzündungen
  • Nasse, gekühlte Kamille-Teebeutel auflegen –> hautberuhigend
  • Joghurt oder Quark gegen die Schmerzen und für Abkühlung verwenden
  • Molkelösung ins Badewannenwasser geben
  • Zitronensaft mit Olivenöl oder Kokosnussöl vermengen und in die betroffenen Hautpartien einmassieren
  • Auch Chemieprodukte verzichten, denn diese fügen dem Körper noch mehr Stress zu und schwächen somit das Immunsystem

Noch besser: Mittagssonne meiden, lockere, lange Kleidung tragen (vor allem bei heller Haut) und auf Kopfschutz und Sonnencreme achten. Denn: Sonne belastet den Körper auch, wenn die Haut nicht verbrennt!

5. Übertriebene Klimaanlagen

Gekühlte Büroräume und öffentliche Verkehrsmittel, schön und gut, aber warum immer gleich übertreiben? In einigen Zügen der Deutschen Bahn sitzt man im Hochsommer mit Fließjacke und Wollsocken. Hier weiß ich leider keine Lösung – außer Omas warme Socken und Winterjacke parat zu haben oder einen Beschwerdebrief an die Verkehrssysteme zu richten (das geht einfacher, als gedacht!).

6. Schweißflecken

Bei der Entfernung von unliebsamen Schweißflecken und Schweißgeruch helfen diese drei Hausfrauen-Wundermittel, die mit Wasser verdünnt zum Einweichen der Kleider benutzt werden können:

  • Spülmittel
  • Essig
  • Backpulver

7. Unerträglich heiße Nächte

4 Tipps für den abendlichen Schlafversuch:

  • Hitzestaus vermeiden: Tagsüber Schlafzimmer abdunkeln (Jalousien etc.) und Fenster zuhalten, nur früh am Morgen und nachts alle Fenster und Türen aufmachen und durchlüften
  • Kleidung: Keine Baumwolle, sondern Funktionswäsche
  • Sich nur mit einem dünnen Laken bedecken
  • Essen: Nur leichte Kost am Abend, damit der Körper nicht noch mehr Arbeit hat –> Rohkost vermeiden, rät Ernährungswissenschaftlerin Claudia Heinzel auf rp-online
  • Baldrian, Lavendel (als ätherisches Öl), Passionsblume und Hopfen sind Schlafhelfer
  • Lauwarme statt kalte Duschen und lauwarme Getränke statt kalter, denn kaltes Wasser bringt den Organismus ins Schwitzen

Was am Sommer nicht nervt

  • Unwiderstehliche Sommersprossen
  • Jeden Tag bis tief in die Nacht hinein grillen
  • Tageslicht bis 10 Uhr

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