Erektile Dysfunktion | © panthermedia.net /nd3000

Behandlung von erektiler Dysfunktion: Welches Mittel hilft?

Um eine erektile Dysfunktion (kurz ED genannt) erfolgreich behandeln zu können, muss zunächst abgeklärt werden, welche Ursache sich hinter dieser Funktionsstörung verbirgt.



Manchmal verbergen sich hinter einer plötzlich auftretenden Erektionsstörung psychische Ursachen. Aber es können ebenso eine ganze Reihe organischer Ursachen für die erektile Dysfunktion verantwortlich sein. Dazu zählen Störungen bei der Blutzufuhr oder dem Blutabfluss, Schädigungen im zentralen oder peripheren Nervensystem, Hormonstörungen oder auch Schädigungen des Schwellkörpergewebes.

Da die Ursachen sehr vielfältig sind, ist es wichtig, eine gründliche Diagnose durchführen zu lassen. Hier wird dann die allgemeine Krankheitsgeschichte durchleuchtet, die Blutwerte analysiert und eine körperliche Untersuchung vorgenommen.

Was tun, wenn die Diagnose lautet: Psychische Ursachen

In diesem Fall ist es sicher hilfreich, eine psychotherapeutische Behandlung in Betracht zu ziehen. Oftmals beginnt eine solche Behandlung mit einer einfachen Sexualberatung. Sollte diese nicht ausreichen, so wäre eine folgende Sexualtherapie eine denkbare Methode.



Verschiedene Medikamente für die erektile Dysfunktion

Zwar kommen Medikamente bei Erektionsstörungen am häufigsten zum Einsatz, aber dennoch gibt es auch noch andere Therapiemöglichkeiten.

Bei der Untersuchung wird beispielsweise berücksichtigt, ob die Potenzstörung auf Grund von Nebenwirkungen bis dahin eingenommener Medikamente hervorgerufen wurde. In einem solchen Fall reicht häufig ein entsprechender Medikamentenwechsel, der aber natürlich ausschließlich auf ärztliches Anraten erfolgen darf und nicht eigenmächtig initiiert wird.

Hormone können helfen

Bei Frauen sinkt im zunehmenden Alter der Östrogenspiegel und bei vielen Männern reduziert sich der Testosteronspiegel. Das ist ein vollkommen normaler Vorgang und zunächst einmal nicht behandlungsbedürftig. Allerdings kann er bei einigen Männern tatsächlich die erektile Dysfunktion hervorrufen. In einem solchen Fall sollte der Hormonmangel ausgeglichen werden. In einigen Fällen reicht dieser Ausgleich bereits aus, um die Erektionsstörung erfolgreich zu behandeln.

PDE-5-Hemmer

Medikamente | © panthermedia.net /Boris Zerwann

Medikamente | © panthermedia.net /Boris Zerwann

 

Zur Behandlung der Erektionsstörung stehen auf dem deutschen Markt eine Reihe unterschiedlicher zugelassener Medikamente (PDE-5-Hemmer) zur Verfügung.

1998 erschien zunächst Sildenafil auf dem Markt. Später kamen noch Tadalafil, Vardenafil und Avanafil hinzu. Hierbei handelt es sich um in Deutschland verschreibungspflichtige Medikamente, deren Wirkung und auch Nebenwirkungen recht vergleichbar sind. Die Wirkungsweise ist nicht bei allen Männern gleich gut, denn sowohl die Wirkung als auch die Nebenwirkungen können recht unterschiedlich sein. Es kann daher sinnvoll sein, die Präparate einfach auszuprobieren. Während das eine keine Wirkung zeigt, kann ein anderes dennoch deutlich besser ansprechen.

Diese Medikamente sind aus gutem Grund verschreibungspflichtig, besondere Vorsicht ist deshalb vor Anbietern aus dem Internet geboten. In Stichproben zeigte sich inzwischen mehrfach, dass viele hier vertriebene Medikamente Fälschungen sind. Es gibt aber auch durchaus entsprechende Generika, die bei der Behebung des Problems der ED helfen können. Diese sind um einiges günstiger, als die Originalpräparate.

Was tun, wenn PDE-5-Hemmer nicht genommen werden dürfen

Einige Männer dürfen aus gesundheitlichen Gründen, beispielsweise wenn Nervenschäden vorliegen, keine PDE-5 Hemmer einnehmen. In einem solchem Fall könnte eine Schwellkörper-Autoinjektionstherapie (SKAT) hilfreich sein. Diese Methode mag sich im ersten Moment sehr brutal anhören, da das Medikament mit einer sehr dünnen Nadel direkt in den Schwellkörper des Penis gespritzt wird. Allerdings soll die Injektion unproblematisch und auch nicht schmerzhaft sein. Wichtig ist nur, dass dieses Medikament nicht überdosiert werden darf, da es sonst zu einer anhaltenden Erektion kommen kann, die über eine Stunde anhält und die dann zwangsläufig ärztlich behandelt werden muss, um eine dauerhafte Schädigung des Penis zu vermeiden.

Natürliche Mittel gegen Erektionsstörungen

Damiana | © panthermedia.net /Martina Kovacova

Damiana | © panthermedia.net /Martina Kovacova

Es gibt aber auch die Möglichkeit, erektile Dysfunktion mit natürlichen Hausmitteln zu behandeln. Yohimbin fördert die Durchblutung und senkt den Blutdruck und wirkt psychoaktiv. Gewonnen wird Yohimbin aus den Blättern und der Rinde des Yohimbe-Baumes. Falls Yohimbe erfolgreich wirkt, so bedarf es allerdings einer längeren Einnahme. Erhältlich ist Yohimbe als Extrakt in der Apotheke.

Auch Ginseng soll bei Erektionsstörungen hilfreich sein, die Chinesen nutzen es bereits seit 2000 Jahren als Heilmittel für verschiedene Einsatzgebiete. Die Wurzel wirkt durchblutungsanregend und auch stressabbauend.

Der Granatapfel soll nicht nur den Blutfluss steigern, sondern darüber hinaus auch noch den Testosteronspiegel erhöhen. Insgesamt zählt der Granatapfel zu den gesündesten Früchten.

Das Kraut Damiana wurde bereits von Azteken und Mayas verwendet. Es wirkt entspannend und gleichzeitig vitalisiert es die Geschlechtsorgane.

Was man selber tun kann

Erektionsstörungen werden leider auch durch einen ungünstigen Lebensstil ausgelöst. Oftmals sind die Lebensgewohnheiten, die sich im Laufe der Zeit eingeschlichen habe, schuld an den auftretenden Erektionsstörungen.

In unserem heutigen Alltag ist es nicht selten, dass Bewegung so gut wie keine Rolle mehr spielt. Dazu kommt noch ungesundes und übermäßiges Essen, das sowohl zu Übergewicht als auch zu Diabetes führen kann. Gerade diese Faktoren aber begünstigen in einem hohen Maße die erektile Dysfunktion.

Weiteren Risikofaktor stellen zudem der Genuss von Alkohol und Nikotin dar. Beide Genussmittel verengen die Blutgefäße, das ist natürlich bezüglich einer gewünschten Erektion, extrem ungünstig.



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