Homeoffice | © PantherMedia / Goodluz

Produktives Arbeiten im Homeoffice – So klappt‘s!

Noch immer arbeiten viele von uns im Homeoffice. Und auch wenn das natürlich einige Vorteile mit sich bringt, so fällt es doch vielen schwer in den eigenen vier Wänden in einen Arbeitsalltag hineinzufinden. Wir zeigen euch im Folgenden, wie ihr im Homeoffice produktiver arbeiten könnt, wie ihr Arbeit und Alltag idealerweise voneinander trennt und wie ihr dabei auch noch fit und gesund bleiben könnt.



Raus aus dem Pyjama!

Klar, es ist verlockend den Homeoffice-Tag im Pyjama zu verbringen. Aber ist das unserer Produktivität wirklich zuträglich? Die „Arbeitskleidung“ darf im Homeoffice natürlich gerne etwas legerer sein, besonders wenn man zu keinem Zeitpunkt über Video mit Kunden oder Kollegen verbunden ist. Gerade wenn einen den ganzen Tag über niemand zu Gesicht bekommt, ist die Versuchung groß, in Jogginghose von der Couch aus zu arbeiten. Was erst einmal gemütlich klingt, sorgt aber auf Dauer dafür, dass der Geist Freizeit und Arbeit nicht mehr gut voneinander trennen kann. Natürlich müsst ihr euch im Homeoffice nicht von oben bis unten aufstylen. Ein bequemes Outfit, dass sich vom Pyjama oder der anderen Freizeitbekleidung unterscheidet, läutet den Beginn des Arbeitstages ein. Tipp: Wer doch über Video für Kollegen und/oder Kunden erreichbar und sichtbar sein muss, der beschränkt die bequemen Teile auf die Beinbekleidung.

Abwechslungsreiche Routinen schaffen

Produktives Arbeiten im Homeoffice | © PantherMedia / SarkisSeysian

Produktives Arbeiten im Homeoffice | © PantherMedia / SarkisSeysian

 

Der Grund, warum das morgendliche Anziehen dabei helfen kann, Arbeit und Freizeit im Homeoffice voneinander zu trennen, ist, weil es sich dabei um eine Routine handelt. Routinen helfen uns dabei, unseren Alltag zu strukturieren, uns Sicherheit zu geben und uns besser konzentrieren zu können. Das ist natürlich besonders im Homeoffice wichtig. Durch einen strukturierten und routinierten Tagesablauf ist klar definiert, wann gearbeitet wird und wann Freizeit angesagt ist. Wer jeden Tag das gleiche tut, ist jedoch vermutlich schnell gelangweilt. Es empfiehlt sich daher auch in seine Routinen etwas Abwechslung reinzubringen. Was erst einmal nach einem Widerspruch in sich klingt, kann dabei helfen das Gehirn länger wach und aktiv zu halten. Ihr könnt beispielsweise zwei oder drei verschiedene Tagesabläufe für eure Arbeitswoche entwerfen, die dann tageweise variiert werden können. So wird der Arbeitsalltag auch im Homeoffice nicht langweilig.

In Bewegung kommen

Die größte Zeitersparnis beim Arbeiten im Homeoffice ist wohl das Wegfallen des Arbeitsweges. Dadurch leiden aber viele Menschen, die von Zuhause aus arbeiten, unter akutem Bewegungsmangel, Rücken- und Nackenschmerzen, Verspannungen, Kopfschmerzen und Konzentrationsstörungen. Gerade am Anfang bringt das Wegfallen des Arbeitsweges zudem die ganze Routine durcheinander. Der Druck, den Arbeitsplatz mit Bus, Bahn oder Auto pünktlich zu erreichen, fehlt. Man tendiert dazu, aus dem Bett heraus den Arbeitstag zu beginnen, ohne sich wie sonst durchs Fertigmachen, Frühstücken und den Arbeitsweg auf den Tag vorzubereiten. Ein kleiner Spaziergang am Morgen und nach Feierabend kann nicht nur dazu beitragen, mehr Bewegung in den Alltag einzubauen, er simuliert auch den Arbeits- und Nachhauseweg und hilft dabei, dem Alltag im Homeoffice eine klarere Struktur zu verleihen.



Den Arbeitsplatz variieren

Arbeiten auf der Couch | © PantherMedia / DragonImages

Arbeiten auf der Couch | © PantherMedia / DragonImages

 

Bei diesem Thema spalten sich die Meinungen. Während die einen behaupten, den Arbeitsplatz während der Arbeit im Homeoffice regelmäßig zu wechseln, würde der Produktivität und Konzentration gut tun, vertreten andere die Meinung, dass man im Homeoffice das Büro simulieren sollte, indem man sich einen festen Arbeitsplatz einrichtet. Wir sind der Meinung, dass es durchaus hilfreich sein kann, den Arbeitsplatz ab und zu zu wechseln. Durch das aufbrechen von Routinen und bekannten Mustern wird das Gehirn angeregt und die Konzentrationsfähigkeit verbessert. Nicht jeder Mensch hat in seiner Wohnsituation die Möglichkeit sich einen festen Arbeitsplatz einzurichten. Gerade für diejenigen ist es wichtig an verschiedenen Orten arbeiten zu können. Aber Achtung: Auch wenn es sich von der Couch aus recht bequem arbeiten lässt, so ist die gekrümmte Haltung, die man dort annimmt doch auf Dauer sehr schädlich für den Rücken. Für diese Problematik gibt es inzwischen jedoch eine ganze Reihe an Gadgets, die einem das Arbeiten im Homeoffice erleichtern sollten. So zum Beispiel spezielle Laptoptische oder -halterungen, die für eine ergonomische Haltung abseits vom Schreibtisch sorgen.

Ruhepausen ohne Störung

Feierabend im Homeoffice | © PantherMedia / IgorVetushko

Feierabend im Homeoffice | © PantherMedia / IgorVetushko

 

Im Homeoffice kann es schwer fallen Arbeit und Freizeit voneinander zu trennen. Dabei ist das besonders wichtig, um einen klaren Kopf zu behalten und nicht im Workload zu versinken. Achtet deshalb darauf, eure Arbeitszeiten klar zu definieren. Das gilt sowohl für den Arbeitsbeginn als auch die Mittagspause, insbesondere aber für den Feierabend. Das ist leichter gesagt als getan, denn oft verbringen wir unsere Pausen dann doch am Schreibtisch, stellen während der Arbeitszeit noch eine Maschine Wäsche an und sind auch nach Feierabend noch für den Chef erreichbar. Wer während seiner Pausen nicht erreichbar ist und seinen Arbeitsplatz verlässt, der kann besser abschalten. Das Homeoffice sollte zu gewissen Teilen also behandelt werden wie ein normaler Tag im Büro, an dessen Ende man den Computer schließlich auch herunterfährt und seinen Arbeitsplatz verlässt.