DGP und GABA verleihen DGP meridol Preis 2010

Preisträger und Gratulanten v. l. n. r.: Dr. Jamal Stein, Dr. Bernadette Pretzl, Dr. Katrin Nickles, Prof. Dr. Ulrich Schlagenhauf (DGP), Dr. Arne S. Schäfer, Dr. Henrik Dommisch, Dr. Pia-Merete Jervøe-Storm, Dr. Tilo Poth (GABA)

Sieben wissenschaftliche Arbeiten ausgezeichnet – Renommierter Preis für herausragende und international publizierte Arbeiten in der Parodontologie

Im Rahmen ihrer gemeinsam mit der ARPA Stiftung veranstalteten Herbsttagung hat die Deutsche Gesellschaft für Parodontologie (DGP) zusammen mit GABA, Spezialist für orale Prävention, zum siebten Mal den DGP meridol Preis verliehen. Mit 15 nominierten Arbeiten genießt der Preis anhaltend großes Interesse.

In der Kategorie „Grundlagenforschung, Ätiologie und Pathogenese von Parodontalerkrankungen“ erhielt die Gruppe um Arne S. Schäfer (Kiel, Bonn, Amsterdam, Dresden, München) den ersten Preis. Die Gruppe lieferte wichtige Beiträge zum Verständnis des Zusammenhangs von Polymorphismen im Gen des humanen β-Defensins 1 und parodontalen Erkrankungen.

Arne Schäfer war ebenfalls Erstautor der mit dem zweiten Preis ausgezeichneten Gruppe (Kiel, Bonn, Amsterdam). Das Forscherteam konnte Zusammenhänge zwischen Parodontitis und Polymorphismen im COX 2 Gen, das die Synthese von Prostaglandinen ermöglicht, aufzeigen.

Die Arbeit von Henrik Dommisch und Team (Bonn, Seattle, USA) zeigte Zusammenhänge zwischen der Expression der Gene von antimikrobiellen Peptiden und der Stimulation mit Porphyromonas gingivalis auf. Sie wurde mit dem dritten Preis prämiert.

In der zweiten Kategorie „Klinische Studien, Diagnose und Therapie von Parodontalerkrankungen“ nahm die Arbeitsgruppe von Bernadette Pretzl (Heidelberg und Frankfurt/Main) den ersten Preis entgegen. Die Autoren dieser Arbeit untersuchten in einer Studie sowohl den klinischen als auch den wirtschaftlichen Nutzen der unterstützenden Parodontaltherapie über einen Zeitraum von 10 Jahren.

Die Gruppe um Pia-Merete Jervøe-Storm (Bonn), an die der zweite Preis verliehen wurde, untersuchte das Vorliegen von parodontal pathogenen Keimen in Abhängigkeit von einer koronalen oder apikalen Probenentnahme in parodontalen Taschen.

Der dritte Preis in dieser Kategorie wurde geteilt. Er ging zum einen an Katrin Nickles (Frankfurt/Main). Sie verglich mit ihrem Forscherteam den Erfolg nach Zugangslappenoperationen mit dem von gesteuerter Geweberegeneration (GTR) bei der Behandlung parodontaler Knochentaschen über einen Zeitraum von 10 Jahren.

Zum anderen erhielt den dritten Preis die Gruppe um Jamal M. Stein (Aachen). In einer klinischen Studie verglichen die Autoren den Einsatz eines neuen zweiphasigen Calciumkomposits mit dem von autogenem Knochen und Zugangslappenoperationen in der Behandlung parodontaler Knochentaschen.

Der DGP meridol Preis wird einmal im Jahr von der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie mit Unterstützung der GABA vergeben. Ausgezeichnet werden die besten wissenschaftlichen Publikationen auf dem Gebiet der Parodontologie, die im Zeitraum von einem Jahr in einem internationalen wissenschaftlichen Journal veröffentlicht wurden.

Die ersten Preise sind mit je 1500 €, die zweiten mit 1000 € und die dritten Preise mit 500 € dotiert

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