Dentalphobie oder Zahnarztangst | © panthermedia.net /DragonImages

Diagnose: Dentalphobie – Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten von Zahnarztangst

Mindestens einmal im Jahr steht er für uns alle an: der Zahnarztbesuch. Das bedeutet meist lange im Wartezimmer zu sitzen, danach auf dem Behandlungsstuhl zu warten und dann erfolgt die Behandlung des Zahnarztes. Es riecht nach Desinfektionsmitteln und überall stehen Bohrer, hellleuchtende Lampen und viele weitere elektrische Geräte herum. Für viele von uns ist das reine Routine und bei ausreichender Zahnpflege Zuhause, haben wir dann in den meisten Fällen auch nichts zu erwarten. Doch für gut 40% der Erwachsenen ist der Zahnarztbesuch alles andere als Routine. Im Gegenteil: Entweder waren sie seit Jahren nicht mehr dort oder sie bekommen schon auf der Fahrt dorthin Schweißausbrüche und große Panik. Diese 40% haben Angst vor dem Zahnarzt, vor den Untersuchungen, den Geräten und vor allem vor dem möglichen Schmerz. Aber wie entsteht diese Angst, wie macht sie sich bemerkbar und was kann man dagegen tun?

Statistik: Haben Sie Angst vor dem Zahnarzt? | Statista
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Ursachen der Zahnarztangst

In den meisten Fällen beruht die Angst vor Zahnärzten und Zahnbehandlungen, zu der ihr auf dieser Fachseite eine genaue Definition finden könnt, wohl auf Erfahrungen im Kindes- oder auch Jugendalter. Viele von uns haben bereits bei den ersten Besuchen schlechte bis sehr schlechte Erfahrungen gemacht, weil beispielsweise gebohrt werden musste oder ein Zahn gezogen wurde. Diese Erfahrungen verbinden wir dann meist nicht nur mit dem Arzt selbst, sondern auch nur mit dem Geruch der Praxis, sodass wir schon dabei Panik bekommen. Auch negative Berichte von Freunden oder Familienmitgliedern können schnell dazu führen, dass uns unwohl dabei ist zum Zahnarzt zu gehen. Unter diesen Umständen wird es schwierig wieder den Mut zu finden um zum Zahnarzt zu gehen.

Symptome, die auftreten können

Teufelskreis der Dentalphobie

Teufelskreis der Dentalphobie

Wenn der Zahnarztbesuch nun vor der Tür steht, treten bei Betroffenen oft einige Symptome der Zahnarztangst auf. Ganz typisch für diesen Zeitpunkt ist das sogenannte Vermeidungsverhalten. Vor lauter Angst werden die Termine ganz plötzlich und kurzfristig abgesagt. Die Gründe dafür sind meist ausgedacht oder werden extra so gelegt. Außerdem werden Termine für Kontrolluntersuchungen so weit wie nur möglich hinausgezögert oder im schlimmsten Fall einfach unangemeldet nicht wahrgenommen.

Kommt es letztendlich doch zum Besuch des Zahnarztes, treten beim Betreten der Praxis und beim Sitzen im Wartezimmer schnell auch körperliche Symptome auf. Der Körper der Betroffenen reagiert in vielen Fällen mit Herzrasen, Zittern oder auch Schwitzen. Des weiteren kann es auch zur Hyperventilation oder zu einer Panikattacke kommen.

Behandlungsmöglichkeiten und Tipps

Hypnose beim Zahnarzt | © panthermedia.net /Randolf Berold

Hypnose beim Zahnarzt | © panthermedia.net /Randolf Berold

Sich das Ziel zu setzten endlich die Angst vor dem Zahnarzt loszuwerden, ist ein großer Schritt für Menschen mit Dentalphobie. Natürlich gibt es verschiedene Möglichkeiten der Behandlung und je nach Situation, sollten verschiedenste Behandlungen erfolgen. Zunächst einmal sollte man das Gespräch mit dem Zahnarzt seines Vertrauens suchen. Gemeinsam mit ihm kann man nun über seine Probleme und Ängste sprechen und hat so vielleicht die Möglichkeit Lösungen zu finden.

Sollte ein Gespräch allein nicht ausreichen, kann man andere Behandlungen zur Erwägung ziehen. Seit einiger Zeit haben einige Zahnarztpraxen bereits große Erfolge mit Hypnose verzeichnen können. Stress und Angst werden abgeschwächt und werden im Bestfall während der Behandlung komplett vom Patienten ausgeblendet. Weitere Informationen und Hypnosezahnärzte in eurer Nähe findet ihr zum Beispiel auf der Internetseite der Deutschen Gesellschaft für Zahnärztliche Hypnose.

Kleiner Tipp für Betroffene

Eine Zahnzusatzversicherung abschließen | © panthermedia.net /Frank Pflügler

Eine Zahnzusatzversicherung abschließen | © panthermedia.net /Frank Pflügler

Im Fall einer Dentalphobie kann es schnell zu schwerwiegenden Zahnproblemen und damit zu einigen notwendigen Behandlungen kommen. Damit verbunden sind natürlich auch enorme Kosten, die auf uns zukommen werden. Aufgrund dessen ist es sehr empfehlenswert eine und sogenannte Zahnzusatzversicherung abzuschließen, wie es beispielsweise bei diesem bekannten Anbieter sehr einfach möglich ist. Aufkommende Zahnbehandlungen, Zahnersatz und auch -implantate werden so teilweise bis vollkommen erstattet und nehmen uns so zumindest die Angst vor Kosten, die unsere Dentalphobie verursachen könnten. So fällt der Gang zum Zahnarzt bestenfalls auch leichter.

Fazit zur Diagnose Dentalphobie

Das weiße Lächeln überzeugt | © panthermedia.net /mimagephotos

Das weiße Lächeln überzeugt | © panthermedia.net /mimagephotos

Angst vor dem Zahnarzt zu haben ist ein unangenehmes Problem und sollte deshalb auch möglichst schnell und unkompliziert gelöst werden. Mit ein wenig Hilfe von dem Zahnarzt des Vertrauens und einer gewissen Eigeninitiative wird auch die Dentalphobie nicht mehr länger zu Problemen führen. Ein strahlendes Lächeln wird der Dank dafür sein!

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