Männer und Fußball: Könige der Inszenierung?

Fußball: sind Frauen stärker als Männer?

Fußball gilt hierzulande als wahre Männerdomäne. Natürlich gibt es auch alle paar Jahre die Frauenfußball-WM, aber den Stellenwert der Bundesliga und die Prominenz von männlichen Fußballspielern erreichen die Damen noch nicht. Ist der Fußball nun eine reine Männersportart? Bei weitem nicht, denn Forscher haben herausgefunden, dass die kickenden Damen wesentlich mehr einstecken als ihre männlichen Kollegen und nach einem Foul schneller wieder weiterspielen.

Männer und Fußball: Könige der Inszenierung?

Männer und Fußball: Könige der Inszenierung?

 

Fußball: Frauen sind tougher

Im Gegensatz zu den USA, wo Fußball zu aller erst ein Frauensport ist, hat das Kicken bei uns eine eher männliche Tradition. Ob Bundesliga oder internationale Fußball-Stars, die Prominenz ist männlich. Forscher haben jedoch herausgefunden, dass Männer auf dem Feld wesentlich weniger einstecken können als Frauen. Ist das Bild vom toughen Fußballprofi also nur ein Mythos? Forscher der Technischen Universität haben 56 Fußballspiele von Frauen-, sowie Männermannschaften analysiert und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass der männliche Spieler nach einem Foul schneller nach medizinischer Hilfe verlangt und länger pausieren muss. Auch sind die Unterbrechungen innerhalb des Spiels bei den Männern länger. Statt gleich wieder weiter zu kicken, wird nach einem Tor erstmal ordentlich gefeiert.

 

Frauen spielen, Männer inszenieren?

Warum brauchen die männlichen Fußballspieler also für eine Pause nach Verletzungen, Toren oder Auswechseln länger als ihre weiblichen Kolleginnen? Den Forschern zufolge sind die Eskapaden der Männer damit zu begründen, dass sie sich der medialen Präsenz bewusst sind. Der Männerfußball ist in Deutschland eine Institution und wird unter Teilnahme tausender Zuschauer gefeiert. Der Jubel nach einem Tor und das Spielen einer dramatischen Verletzung dienen dabei der reinen Unterhaltung. Hierbei sollten sich die Männermannschaften jedoch eine Scheibe bei den Damen abschneiden, denn im Frauenfußball scheint immer noch das Spiel im Vordergrund zu stehen. Auch scheint das Spucken auf den Rasen und das besonders ausgedehnte Zeitlassen, wenn die eigne Mannschaft in Führung steht, bei den Frauen kein Thema zu sein. Vielleicht nehmen sich die lokalen Männermannschaften in Zukunft dann auch Leipzig zum Vorbild, wo die Spielern Manuela Seupel als einzige Frau in einer Männer-Fußballmannschaft spielt.

 

Mehr Informationen zur Studie finden Sie hier und wer jetzt Lust bekommen hat den Frauen zu zeigen, dass Männer auf dem Spielfeld  doch ganz gut was einstecken können: einfach günstige Fußballschuhe kaufen und  nichts wie ab aufs Feld. Und nicht vergessen: statt auf die Schauspielerei, lieber auf den Fußball konzentrieren.

 

Bild. Andrey Yurlov /shutterstock.com

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