Jung und knackig bleiben

Die Einnahme von Vitaminpillen ist noch immer umstritten. Die einen sagen man hat genug mit der Nahrung, die anderen proklamieren einen immer währenden Vitaminmangel. Ich kenne es von mir selber, ich kaufe ab und zu dann doch eine Packung ein, denn das Gewissen plagt: Hast du dich wirklich so gut ernährt, hattest du letzte Woche nicht zweimal Pizza..

Somit stellt sich dann die Frage: worauf sollte man also beim Kauf von Vitaminen und Mineralstoffen achten?

Ein Blick auf die Packung genügt. So können Sie erkennen, ob genügend Wirkstoffe enthalten sind, und ob es sich auch um Wirkstoffe handelt, die vom Körper optimal aufgenommen und verarbeitet werden können.

Vitamin A (Beta Carotin):
Da es bisher noch keine unabhängigen Untersuchungen gab, sind Qualitätsunterschiede bei Vitamin A-Produkten nicht bekannt. Sie können hier also getrost zu einem billigen Produkt greifen, aber beim Preis die Dosierung mitbeachten.

Vitamin B-Gruppe + Folsäure:
Da es bisher noch keine unabhängigen Untersuchungen gab, ist ein Qualitätsunterschied zwischen günstigen und teuren Vitamin B-Produkten nicht bekannt. Sie können also die günstigsten Präparate kaufen, aber auch hier gilt: die Dosierung beim Preis beachten.
Empfohlene Tagesdosis: B1: 10 – 40 mg, B2: 10 – 40 mg, B3: 50 – 200 mg, B6: 10 – 40 mg, B 12: 5 – 15 Mikrogramm

Vitamin C:
Ascorbinsäure als Pulver aus der Apotheke ist „arzneibuchgeprüft“. Das heißt: Eine bestimmte Qualität ist hier gewährleistet. Das erkennt man daran, dass auf der Verpackung die Abkürzung „BAG“ bzw. „EUAB“ steht. Inzwischen gibt es diese Qualität aber auch schon bei vielen Drogerieprodukten. Allerdings sind die „BAG“-geprüften Drogerieprodukte oft nicht günstiger als Produkte aus der Apotheke. Gut sind allerdings Präparate, die zeitverzögert wirken, also mit „Zeitperlen“ oder über ein Depot, denn große Mengen des Vitamin C kann Ihr Körper nicht auf einmal aufnehmen, der Rest wird ausgeschieden. Präparate, die zeitverzögert wirken, geben nämlich nur so viel Vitamin C ab, wie Ihr Körper aufnehmen kann. Diese Präparate sind allerdings auch teurer. Den gleichen Effekt erzielen Sie, indem Sie kleinere Mengen Vitamin C eines billigeren Präparates mehrmals täglich einnehmen.
Empfohlene Tagesdosis: 1 – 3 g

Vitamin E:
Bei Vitamin E unterscheidet man zwischen natürlichen und synthetischen Präparaten. Natürliches Vitamin E ist qualitativ besser, denn es enthält den Wirkstoff „RRR-alpha-Tocopherol“. Dieser Wirkstoff kann am besten von Ihrem Körper aufgenommen werden. Beim Kauf also unbedingt darauf achten, dass dieser Wirkstoff auf der Packung steht.
Empfohlene Tagesdosis: 500 mg

Kalzium:
Achten Sie beim Kauf eines Kalziumpräparates auf die Bioverfügbarkeit, die ist bei Präparaten aus der Apotheke gewährleistet. Kalzium wird in Form von verschiedenen Salzen angeboten, die sich qualitativ unterscheiden. Auf der Packung sollte Calcium als Citrat, Acetat, Carbonat oder Lactogluconat angegeben sein. Diese Verbindungen kann Ihr Körper am besten aufnehmen und entsprechend verarbeiten. Nicht so gut sind Produkte, in denen z. B. „Kalziumphosphat“ enthalten ist, dieses Salz wird von Ihrem Körper nur sehr schlecht aufgenommen. Achten Sie beim Kauf von billigeren Produkten aus dem Supermarkt oder der Apotheke also darauf, dass auf der Verpackung die richtigen Verbindungen stehen, die Ihr Körper gut aufnehmen kann.
Empfohlene Tagesdosis: 1.000 mg

Eisen:
Bei Eisen sollten Sie darauf achten, dass das Produkt ein zweiwertiges Eisen enthält, z. B. Eisen 2-Sulfat oder Eisen 2-Chlorid, denn nur zweiwertiges Eisen kann vom Körper optimal aufgenommen werden. Gut sind auch Eisen-Aspartat und –Gluconat. Schlecht dagegen sind Präparate mit „Eisen-3-Verbindungen“, da diese vom Körper gar nicht aufgenommen werden.
Empfohlene Tagesdosis: 10 – 15 mg

Magnesium:
Auch Magnesium sollte in Form von Salz eingenommen werden, denn so nimmt der Körper den Wirkstoff am besten auf. Am besten sind hier Verbindungen, die als Citrat oder Carbonat gekennzeichnet sind. Nicht gut sind dagegen „Magnesiumoxide“ und „Magnesiumsulfate“, denn sie können vom Körper nur schlecht aufgenommen werden. Hier also auch auf die Packung achten.
Empfohlene Tagesdosis: 600 mg

Selen:
Selen ist meist in Kombipräparaten zusammen mit anderen Spurenelementen enthalten, die sich auch nicht gegenseitig beeinflussen. Hier können Sie auch getrost zu einem günstigen Produkt greifen.
Empfohlene Tagesdosis: 200 Mikrogramm

Zink:
Das Spurenelement Zink ist ausschließlich als Salzverbindung erhältlich und sollte als „Zinkchlorid“ oder „Zinksulfat“ auf der Verpackung gekennzeichnet sein. Am besten sind jedoch organische Zinkverbindungen wie z. B. Zinkhistidin. Weniger gut kann vom Körper allerdings Zinkoxid aufgenommen werden.
Empfohlene Tagesdosis: 25 – 50 mg

Quelle: hr-online

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