Spargelzeit, Entschlackungszeit

spargelIm Supermarkt sieht man die ersten frischen Spargel, bislang noch aus dem europäischen Ausland. Nach der langen Durstperiode kann man durchaus solche Spargel einmal zum Kochen nehmen, doch am aromatischten ist natürlich der deutsche Spargel.

Spargel ist nämlich nicht nur saisonal begrenzt zu haben, sondern auch extrem empfindlich. Die Stangen verlieren stündlich an Frische, Aroma, Zartheit und Geschmack. Deshalb ist der beste Spargel direkt vom bauern frisch am Morgen gestochen.

Die Heimat des Gemüsespargels sind die warmen und gemäßigten Regionen Süd- und Mitteleuropas, Algeriens und Vorderasiens, besonders an Flussufern. Er wird in mehreren Varietäten als Gemüsepflanze kultiviert. Bereits um 3.000 v. Chr. ist der Anbau im Reich der Pharaonen belegt. Die ersten deutschen Spargelpflanzen sind erst um das Jahr 1550 in Stuttgart das erste Mal angebaut worden.

Die Spargelernte beginnt hierzulande etwa Mitte April und endet am 24. Juni, dem Johannistag.

Harald Seitz, Ernährungswissenschaftler vom aid infodienst Verbraucherschutz, Ernährung, Landwirtschaft e. V., Bonn, hat einige Tipps für den Einkauf: „Frischer Spargel ist leicht glänzend und der Kopf ist immer fest geschlossen. Die Stangen lassen sich zudem gut mit dem Fingernagel einritzen und sollten beim Gegeneinanderreiben deutlich quietschen.“ Das Entscheidende sind aber die Schnittstellen. „Sie müssen feucht und saftig sein. Wenn die Spargelstangen verpackt sind und die Enden nicht erkennbar sind, ist das generell erst einmal ein schlechtes Zeichen“, so Seitz weiter.

Tipp: Die Schalen und Endstücke sollte man nicht wegwerfen. Mit dem Spargelwasser kann man die Reste, die sonst im Müll landen, auskochen und wunderbar als Fond für Saucen und Suppen verwenden“, empfiehlt Seitz.

Übrigens, falls einmal die Augen beim Spargelkauf größer waren als der Hunger, kann man den geschälten, nicht gekochten Spargel problemlos für sechs bis acht Monate einfrieren. Dann ist auch die Zeit bis zur nächsten Spargelsaison nicht mehr allzu weit.

Weitere Informationen: www.was-wir-essen.de/abisz/spargel.php

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