Sport bringt das Gehirn auf Trab

Wer seine grauen Zellen im Alter fit halten möchte, sollte sich regelmäßig bewegen

Ehepaar_Meer_DAKEinkaufslisten, Telefonnummern und der Weg zum neuen Hausarzt. Das sind alles Dinge, die sich ältere Menschen oftmals viel schlechter merken können als jüngere. Selbst dann, wenn sie eigentlich gesund sind und nicht an Alzheimer oder einer Demenz erkrankt sind.

Doch der Spruch: „Wer rastet, der rostet“ gilt eben nicht nur für den Körper, sondern auch für das Gehirn. Das ist das Ergebnis der Studie „Bewegtes Alter“ der Jacobs University Bremen.

Mit ihrer über ein Jahr durchgeführten Untersuchung an mehr als 100 Männern und Frauen im Alter von 65 bis 75 Jahren konnten die Wissenschaftler nachweisen, dass ein dreimaliges Bewegungstraining pro Woche die geistige Leistungsfähigkeit älterer Menschen erheblich steigern kann. Die Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK) und die Robert-Bosch-Stiftung haben diese Studie unterstützt.

„In unserer Studie wurde deutlich, dass eine hohe körperliche Fitness positive Auswirkungen auf die geistigen Funktionen hat“, erklärt Dr. Claudia Voelcker-Rehage, Sportwissenschaftlerin und Leiterin der Studie.

„Konkret heißt das, dass fitte Senioren Informationen schneller und genauer wahrnehmen und verarbeiten können als weniger fitte.“ Zudem können körperlich rüstige Rentner wesentlich gezielter wichtige von unwichtigen Informationen unterscheiden. Körperliches Training bewirkt dabei offenbar mehr als leichte Gymnastik: In der Studie schnitten die Teilnehmer der Walking-Gruppe und des Koordinationstrainings bei Denkaufgaben deutlich besser ab als die Teilnehmer des Entspannungs- und Stretchingprogrammes.

Dr. Voelcker-Rehage sieht in ihrer Studie eine Bestätigung dafür, dass Sport das Risiko unerwünschter altersbedingter Veränderungen im Gehirn mindert und es beweglich und intakt hält. Älteren Menschen rät die Wissenschaftlerin deshalb, möglichst bis ins hohe Alter Sport zu treiben: „Es lohnt sich in jedem Lebensalter mit Sport anzufangen“, so die Wissenschaftlerin. Spazierengehen, Nordic Walking oder Fahrradfahren tragen nach Angaben von Claudia Voelcker-Rehage viel dazu bei.

Auf diese Weise werden nicht nur Muskeln, sondern auch die Gehirnzellen trainiert. „Entscheidend ist, dass ältere Menschen sich einfach viel und regelmäßig bewegen, damit sie sich auch mit 80 Jahren noch ohne Probleme den Weg zu ihrem Hausarzt merken können.“

Doch Senioren profitieren natürlich nicht nur geistig von regelmäßiger körperlicher Aktivität: „Wer sich regelmäßig bewegt, wirkt altersbedingten Verlusten der Leistungsfähigkeit von Herz, Stoffwechsel und Muskulatur entgegen, ein idealer Schutz vor chronischen Erkrankungen.“, bestätigt DAK-Sportwissenschaftler Uwe Dresel. „Und sogar das Risiko an einigen Krebsarten zu sterben ist Wissenschaftlern zufolge bei aktiven Sportler deutlich reduziert.“

weiterer Link zu einer wissenschaftlichen Veröffentlichung:
Quelle und Bild: www.dak.de

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