Beipackzettel von Medikamenten beunruhigen oft

antiaginglexikonEllen lange Beipackzettel von Medikamenten sind oft unverständlich und lösen bei Patienten oft Angst, Zweifel, Unsicherheit und Unzufriedenheit aus. Dies ist das Ergebnis einer  Studie der Universität Witten/Herdecke (UWH) für das Bundesforschungsministerium.



«Das sind keine Emotionen, die einer Gesundung dienen», erklärte der Leiter des Instituts für Allgemein- und Familienmedizin an der UWH, Stefan Wilm: «Im Ergebnis nehmen einige Patienten die Tabletten dann schlicht nicht, andere versuchen sich im Internet, in Büchern oder sonst wo schlau zu machen.»

Die Pharmakologin Petra A. Thürmann vom Helios-Klinikum Wuppertal verweist auf die gesetzlichen Vorgaben für Beipackzettel. Auch wollten sich die Arzneimittelhersteller gegen Klagen absichern: «Das alles führt zu Texten, die kein Patient versteht und damit verfehlen die Beipackzettel ihr ursprüngliches Ziel.»

Eine Forschergruppe hatte Patienten befragt und deren Reaktionen auf die Beipackzettel und ihre Wünsche analysiert. Die meisten Patienten hielten den Zettel für zu umfangreich, wenig verständlich und hätten stattdessen lieber ausführlicher mit ihrem Arzt über das Medikament gesprochen, hieß es.



Aus diesen Interviews haben die Wissenschaftler Kategorien gewonnen, die im nächsten Schritt an 1000 Patienten getestet werden sollen. Aus dieser großen Studie sollen dann Musterbeispiele für Beipackzettel entwickelt werden, die wieder den Patienten nutzen.

Quelle: ddp



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