Die Hormon-Diät – alte Thesen neu verpackt

salat_fetaVerbraucherzentrale rät ab von nutzlosen Tests und fragwürdigen Empfehlungen



Ein neues Jahr hat begonnen und man fragt sich, mit welcher Diät dieses Mal die weihnachtlichen Pfunde purzeln sollen. Nach GLYX-, South-Beach- und stoffwechselbilanzierten Diäten dürfen in diesem Jahr laut Werbung Frauen leider nur auf Erfolge dank Hormon-Diät hoffen. „Wie so oft trügt der Schein auch in diesem Fall“, so Jens Luther von der Verbraucherzentrale Sachen. Ein neuer Name findet sich anscheinend schneller als das Erstellen und erfolgreiche Testen eines neuen Konzeptes.

Einen Einstufungstest gibt es natürlich auch hier. Dieser unterteilt Frauen in drei Kategorien und soll ihre angeblich spezielle Hormonsituation bei der Lebensmittelauswahl berücksichtigen. Hierzu meint Luther: „Wir führten den Online-Test stichprobenartig durch und bekamen bei neun von zehn Frauen exakt dieselben Empfehlungen“.

Es stellt sich nun die Frage, ob der Test eine ausreichende Differenzierung ermöglicht oder ob es vielleicht an den Testpersonen lag. Denn auf sie trafen die vorgegebenen und zumeist schwammigen Antworten nur selten zu. Fraglich sind zudem die Lebensmittelempfehlungen. Denn obgleich ein Kalorienzählen laut Autor der Hormon-Diät unnötig sei, nehmen die Frauen ohne umfangreiches Sportprogramm höchstwahrscheinlich zu, statt ab. „Die Verteilung der Lebensmittel zeigt, dass diese Diät nichts Neues ist“, kritisiert Luther.



Denn ab dem Mittag soll weitestgehend auf Kartoffeln, Nudeln, Reis und Brot jeglicher Art verzichtet werden. Spätestens bei diesen Empfehlungen erkennen auch Nicht-Ernährungsexperten, hierbei handelt es sich nur um einen weiteren Vertreter kohlenhydratarmer Diäten.

„Wer erfolgreich abnehmen will“, sagt Luther, „sollte vermehrt zu kalorienarmen Getränken und reichlich Gemüse greifen. Ein maßvoller Umgang mit Getreideprodukten, Obst und Fleisch bzw. Fisch hilft ebenso, Kalorien zu sparen, wie die Beschränkung auf eine Portion Snacks oder Süßigkeiten pro Tag“, empfiehlt Luther. Ein zusätzliches Bewegungsprogramm unterstützt den Gewichtsverlust und beugt dem JoJo-Effekt vor – egal welcher Hormontyp man ist.



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