Fitness mit dem Seil

Bisher war die bekannteste Seil-Fitness-Methode das Seilspringen. Doch ein neuer Trainingstrend hat sich in der Fitness-Szene nun weit verbreitet: die Battle Ropes. Was Sie damit anstellen können und wie damit trainiert wird, erfahren Sie im folgenden Text.

Immer mehr Fitnessstudios werden mit dem Battle Rope ausgestattet.

Immer mehr Fitnessstudios werden mit dem Battle Rope ausgestattet.

Was sind Battle Ropes?

Die Battle Ropes sehen auf den ersten Blick aus, wie ganz normale Seile, was sie eigentlich auch sind – mit dem einzigen Unterschied, dass es sie, wie bei den Gewichten, in verschiedenen Schwierigkeitsgraden gibt und sie für das Training angepasst sind. Für Anfänger eignet sich ein Battle Rope mit einem Durchmesser von höchstens 30 mm und zehn Metern Länge. Für jemanden mit einem eher überdurchschnittlichen Fitnesszustand empfiehlt sich dasselbe Battle Rope mit einer Länge von 20 Metern. Wer „Extrem Fitness“ machen möchte, kann dann ein Seil mit 35 mm Durchmesser und einer Länge von 20 Metern wählen.

Aber es besteht nicht nur eine Wahl zwischen Länge und Durchmesser, es stehen außerdem verschiedene Materialien zur Verfügung. Die beliebtesten sind Polyester, Nylon und Hanf, wobei die Polyester Battle Ropes am meisten verbreitet sind. Diese gelten als die langlebigsten und haben auch mit Nässe keine Probleme. Frauen wählen allerdings vermehrt Nylon-Seile, da sie schonender für die Hände sind.

Wie wird damit trainiert?

Nun Fragen Sie sicherlich, was man mit diesen Seilen machen kann, um fit zu werden. Dazu gibt es eine Vielzahl an verschiedenen Trainings-Varianten. Ein Beispiel: die Übung Battle Rope Hip Toss. Hierbei wird besonders auf Bauch-, Arm- und Brustmuskulatur abgezielt. In nur wenigen Schritten sollten Sie die Übung gemeistert haben

  • Grundposition:

Halten Sie die beiden Enden des Battle Ropes (die Mitte des Seils wird an einem stabilen Ankerpunkt fixiert) im Hammergriff gefasst, so dass die Daumen nach oben zeigen. Die Füße positionieren Sie etwa schulterbreit auseinander und der Abstand zum Ankerpunkt wird so gewählt, dass Ihr Seil ausreichend Spielraum hat.

  • Bewegung:

Das Tau schwenken Sie nun von Hüfte zu Hüfte indem Sie Ihre Arme im Bogen etwa auf Brusthöhe hin und her bewegen. Dabei sollte der Rumpf mit der Armbewegung mitgehen. Während Sie Schwung zur rechten Seite holen, wird der linke Fuß eingedreht, so dass die Ferse abhebt. Beim Schwungholen zur rechten Seite genau umgekehrt. Diese Bewegung wird so oft wie möglich durchgeführt. Ein Video dazu finden Sie hier.

Tauziehen war früher einmal eine olympische Disziplin.

Tauziehen war früher einmal eine olympische Disziplin.

Trainingsübung: Alleine Tauziehen

Eine weitere Trainings-Übung, die von Männern schon seit Anbeginn der Zeit gerne praktiziert wird: Tauziehen. Bis 1920 war das sogar eine olympische Disziplin. Allerdings wird beim Battle Rope das Tauziehen ohne Freunde praktiziert. Was Sie dazu benötigen:

  • Ein Battle Rope bzw. Trainingsseil
  • Ein bis zwei dicke elastische Gummibänder, sogenannte Strengthbands
  • Einen soliden Befestigungspunkt für die Gummibänder, z.B. draußen an einem Baum

Das Battle Rope befestigen Sie nun an die Strengthbands, während diese wiederum an einen stabilen Ankerpunkt fixiert werden. Wie Sie es vom Tauziehen kennen, ziehen Sie das Seil zu sich hin, soweit es geht, aber lassen das Tau dann schrittweise wieder in die Ausgangsposition zurück. Diesen Vorgang können Sie so oft Sie wollen wiederholen. Wichtig ist allerdings, dass die Strengthbands aus guter Qualität sind und nicht mehr als die angegebene Höchstlänge gedehnt werden, ansonsten führt das zu Rissen oder Verschleißspuren.

Battle Rope ist äußerst gelenkschonend

Das Battle Rope hat in der Vergangenheit zunehmend an Beliebtheit gewonnen, vor allem deshalb, weil es eine sehr gelenkschonende Fitnessübung ist, bei der eine Menge Kalorien verbrannt werden. In einer halben Stunde soll es möglich sein 300 bis 500 Kalorien zu verbrennen. Außerdem kann das Seil jederzeit drinnen sowie draußen verwendet werden und ist im Gegensatz zu Gewichten leicht zu transportieren. Und gerade wenn Sie Gelenkprobleme haben, ist das Battle Rope eine gute Alternative zum Schwimmen.

Fotos:

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