FIT durch Rennrad | © PantherMedia / k3studija

Echtes Männertraining: FIT durch Rennrad

Das Fahrradfahren boomt. Obwohl – oder gerade weil – dieses Jahr alles anders ist, rücken Fahrräder in den Fokus der Menschen. Doch einfach nur ein paar Meter radeln, das kann jeder. Echte Männer wählen gleich ein Rennrad und erkunden so die Umgebung. Das macht nicht nur Spaß, sondern hält auch fit. Voraussetzung: gutes Material und vorsichtiges Herantasten.



Auf einem guten Rennrad lässt sich gut Tempo bolzen. Denn die Fahrräder sind regelrecht auf Geschwindigkeit getrimmt. Gegenüber normalen Rädern sind sie deutlich schlanker, leichter und haben sehr dünne Reifen. Hinzu kommt die gebeugte Haltung, die ebenfalls das Tempo unterstützt. Das Ergebnis: Das gesamte Herz-Kreislauf-System wird trainiert. Das hält fit und den Körper in Schuss.

Schritt 1: Ein gutes Rennrad kaufen

Ein gutes Rennrad kaufen | © PantherMedia / luckybusiness

Ein gutes Rennrad kaufen | © PantherMedia / luckybusiness

Ohne Rennrad kein Training. Also kauft Man(n) sich ein schickes Gefährt. Kostenpunkt: Je nach Qualität und Ausführung liegen die Einstiegspreise in der Regel knapp vierstellig. Mit Glück bereits deutlich weniger, bei guter Ausstattung im Bereich ab ca. 1.500 Euro. Hochwertige Modelle sind im Handel für mittlere vierstellige Beträge erhältlich. Im Angebot sind Rennräder im Fachhandel oder bei guten Online-Shops wie radonline.de.

Allerdings ist die Auswahl groß. Das betrifft auch die verschiedene von Rennrädern. Damit ist nicht nur die Frage nach Alurahmen oder Carbon gemeint. Einige Modelle sind für Langstrecken ideal, andere für Schotterstrecken. Wieder andere sind klassische Trainingsräder und welche, die einen Mix aus Trekkingrad und Straßenrennrad bieten. Man(n) sollte also genau wissen, welches Modell sinnvoll ist. Für Einsteiger ist ein robustes Fitnessrennrad oder ein sogenanntes auf lange Strecken ausgerichtetes Endurance-Rennrad geeignet.



Es gibt zwei sehr wichtige Punkte beim Kauf. Zum einen sollte der Rahmen zum eigenen Gewicht passen. Besonders schwere Männer sollten auf die Traglast achten. Zum anderen ist eine gute Gangschaltung das A und O beim Rennrad. Hier sollten Männer keine Kompromisse machen. Nichts ist ärgerlicher, als sich im Rausch der vollen Geschwindigkeit materialbedingt zu verschalten. Qualität zahlt sich aber auch in einer besseren Kraftumsetzung aus. Einsteiger achten außerdem auf die Kurbellänge der Schaltung. Dabei gilt: Kürzere haben eine geringere Kraftübertragung, schonen aber die Knie. Für den Anfang ist das die richtige Wahl.

Wichtig: Rennräder sind Sportgeräte und verfügen in der Regel nicht über Licht. Um am normalen Straßenverkehr teilnehmen zu dürfen, gibt es abgestufte Vorschriften. Eventuell müssen ein Stecklicht und weitere Komponenten nachgerüstet werden. Informationen bieten Online-Shops und Fachhändler.

Schritt 2: Langsam ans Training herantasten

Langsam ans Training herantasten | © PantherMedia / Sergiy Tryapitsyn

Langsam ans Training herantasten | © PantherMedia / Sergiy Tryapitsyn

Das Fahren auf einem Rennrad trainiert optimal den Körper. Der Sport schon das Skelett und die Bänder, bietet aber zugleich eine optimale Stärkung des Herz-Kreislauf-Systems. Toller Nebeneffekt: Die Fettverbrennung ist durch Radfahren ebenfalls optimiert. Das heißt: Durch eine Fahrt auf dem Rennrad hält Man(n) den Körper in Schuss.

Allerdings ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Besonders untrainierte Einsteiger sollten sich ganz langsam an den Sport herantasten. Anfangs reicht es aus, eine Strecke von zehn oder 15 Kilometern anzupeilen. Schritt für Schritt lässt sich diese Entfernung dann steigern. Der Körper wird deutliche Signale geben, was er verkraftet und was zu viel ist. Am Anfang gilt: Weniger ist mehr! Die Geschwindigkeit und Anstrengung sind dann in Ordnung, wenn der Fahrer sich noch ohne schweres Atmen normal unterhalten kann. Keine Angst: Der Trainingseffekt setzt schnell ein und dann geht es deutlich weiter und auch schneller. Doch am Anfang gilt: Langsam starten! Sonst kommt der Trainingseffekt nicht zum Tragen und das Vorhaben verpufft.

Schritt 3: Trinken und Ausrüstung

Viel trinken | © PantherMedia / Gilitukha

Viel trinken | © PantherMedia / Gilitukha

Obwohl das Training auf dem Rennrad sehr verträglich ist, gehört regelmäßiges Trinken unbedingt dazu. Das müssen keine Iso-Getränke sein. Stilles Wasser oder Fruchtsaftschorlen wie eine Apfel-Wasser-Mischung sind ideal. Um die Getränke mitzuführen, bieten sich Flaschenhalter am Rahmen an. Dennoch sollten sportbegeisterte Männer auch an die richtige Radkleidung denken. Radhose und Trikot bzw. Jacken erleichtern nicht nur den Bewegungsablauf und leiten den Schweiß nach außen, sondern sehen auch cool aus.

Gute Kleidung hat außerdem Rückentaschen, sodass die Fahrer dort Verpflegung und ein Handy mitführen können. Nicht vergessen: Ein Helm ist Pflicht. Bei den deutlich höheren Geschwindigkeiten auf dem Rennrad können Kopfverletzungen bei einem eventuellen Sturz sonst sehr bedrohliche Folgen haben. Ebenfalls Pflicht sollte eine Brille sein, um die Augen vor Insekten und Sonneneinstrahlung zu schützen.

So ausgerüstet bietet die Fahrt auf dem Flitzer nicht nur ein gutes Training für den ganzen Körper, sondern macht auch viel Spaß. Es ist wie beim Autofahren: Wer will schon einen Fiat Panda, wenn der Ferrari ebenfalls zur Auswahl steht.