Naschen ohne Reue mit Stevia-Süßmitteln

Stevia-rebaudiana-totalDer Traum könnte wahr werden: Naschen ohne Reue. Möglich wird dies mit einem natürlichen Süßungsmittel, das keine Fruktose enthält und anders als Haushaltszucker weder Zähne noch Stoffwechsel belastet.

Stevia, das Erzeugnis der Pflanze Stevia rebaudiana, bekannt als „Süßkraut“ oder auch „Honigkraut“, ist ein natürlicher Süßstoff. Es besteht hauptsächlich aus dem Diterpenglykosid Steviosid. Es hat die bis zu 300-fache Süßkraft von Zucker, schützt die Zähne vor Karies und ist für Diabetiker geeignet.

Steviosid ist für die Süßwirkung der Steviablätter der wichtigste Inhaltsstoff.

Steviaerzeugnisse sind in der EU noch nicht als Lebensmittel oder Lebensmittelzusatzstoff zugelassen. Am 14. April 2010 wurde jedoch von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit eine positive Bewertung zur Sicherheit von Steviolglycosiden veröffentlicht, die eine baldige Zulassung in der EU höchstwahrscheinlich macht.

Wissenschaftler der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (European Food Safety Authority – EFSA) haben jetzt Steviolglykoside, die aus Stevia Pflanzenblättern extrahierten Süßungsmittel, auf ihre Reinheit geprüft und bewertet.

Gleichzeitig wurde die Empfehlung einer täglich unbedenklichen Aufnahme von bis zu 4 Milligramm Steviol-Glykosiden pro Kilogramm Körpergewicht ausgesprochen. Damit folgt man einer Empfehlung des „Joint FAO/WHO Expert Committee on Food Additives“ (JECFA), der gemeinsamen Bewertungsgruppe für Lebensmittel und Lebensmittelzusatzstoffe der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Welternährungsorganisation (FAO), die diesen ADI-Wert bereits vor zwei Jahren festlegte.

Die EU-weite Zulassung rückt damit einen Schritt näher. Ohnehin wurde Stevia in den zuletzt aufgenommenen EU-Mitgliedsländern, die das Kraut traditionell anbauen, legal verwendet. Die Europäische Kommission wird nun prüfen, ob sie die Steviolglykoside für die Verwendung in Getränken, zuckerfreien Lebensmitteln oder Süßwaren genehmigen wird.

Steviaerzeugnisse sind stabil gegen Licht, Hitze und Säure – ideal für saure Säfte und pasteurisierte Milchprodukte. In den vergangenen 20 Jahren wurde Stevia international wissenschaftlich intensiv erforscht.

Dabei wurde auch festgestellt, dass Zubereitungen aus den Stevia-Blättern auch eine starke antioxidative Wirkung haben. Eine Eigenschaft, die das Süßungsmittel therapieergänzend bei Stoffwechselerkrankungen wie Übergewicht, kardiovaskulären Erkrankungen oder dem Metabolischen Syndrom interessant werden lassen.

Es ist jetzt nur noch eine Frage von Monaten bis die ersten Produkte natürlich gesüsst auf den Markt kommen.

Mittlerweile gibt es schon Stevia Tabs zum Süssen

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