Ammenmärchen der Medizin

Es gibt immer wieder Geschichten, die hartnäckig als wahr betrachtet werden, auch wenn das Gegenteil bewiesen ist. So auch in folgenden Beispielen aus dem gesundheitlich – medizinischen Sektor.

Lies nie bei schlechtem Licht, es ist schlecht für die Augen.

Dies trifft nur auf Kinder im Wachstum zu, da bei ihnen das Lesen mit einer Taschenlampe unter der Bettdecke zum Beispiel einen Wachstumsreiz für den Augapfel bewirkt, was zu Kurzsichtigkeit führen kann.

Bei Erwachsenen hingegen stellt sich lediglich eine Ermüdung ein, der Sehkraft tut dies allerdings keinen Abbruch.

Handys stören medizinische Geräte

Untersuchungen der Universität Indiana ergaben keine seriös dokumentierten Fälle von Störungen bei medizinischen Geräten oder Herzschrittmachern. Letztlich stört hier wohl nur, wie auch an vielen anderen öffentlichen Orten das ständige Piepseln der Geräte.

Der Mensch nutzt nur 10 bis 25 Prozent seiner Hirnmasse

Wäre dies tatsächlich so, so wäre vermutlich im Laufe der Evolution bereits ein Teil der ungenutzten Masse verkümmert. Mediziner konnten mit Hilfe der Magnetresonanz- oder Positronen-Emissions-Tomographie nachweisen, dass es keine ungenutzten Bereiche im Gehirn gibt.

Zwei Liter Wasser am Tag trinken

Flüssigkeit nimmt der Körper nicht nur durch Getränke, sondern auch über die Nahrung auf. Er Gesamtbedarf des Körpers an Flüssigkeit liegt zwar bei zwei Litern am Tag, doch auch über beispielsweise Suppen, Soßen, Obst, Gemüse oder Kaffee werden diese dem Körper zugeführt.

Das meiste Vitamin C ist in Zitrusfrüchten

Man muss nicht in die Ferne schweifen, die Vitamin C Lieferanten sind eher hier zu Hause. Viel mehr Vitamin C als beispielsweise Orangen enthalten Hagebutten, Sanddorn oder schwarze Johannisbeeren.

Brauner Zucker ist gesünder als weißer

Zucker ist Zucker, egal in welcher Form oder Farbe. Er enthält außer Kalorien nichts wertvolles für den Körper, gelangt rasch ins Blut und regt den Appetit noch zusätzlich an.

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