Deutsche Lebertag am 20.11.2010

Deutsche Lebertag wird am 20. November sich der Kontrolle der Leberwerte widmen. Lebererkrankungen gehen einher mit der Veränderung der Laborwerte der Leber. Damit können auch schleichende Lebererkrankungen sichtbar, früh erkannt und rechtzeitig behandelt werden.

Der 11. Deutsche Lebertag widmet sich am 20. November der Kontrolle der Leberwerte. Lebererkrankungen gehen einher mit der Veränderung der Laborwerte der Leber. Damit können auch schleichende Lebererkrankungen sichtbar, früh erkannt und rechtzeitig behandelt werden.

Auf der Website http://www.lebertag.org werden die Veranstaltungen zum Deutschen Lebertag „Wissenswerte Leberwerte“ veröffentlicht. Ausrichter des 11. Lebertages ist die Deutsche Leberstiftung, die Deutsche Leberhilfe e.V. und die Gastroliga e.V.

Wann ist ein Lebertest angeraten?

Leberkrankheiten können jeden treffen. Tückisch ist, dass die Leber keine Schmerzsignale aussendet und die Krankheitsanzeichen einer Lebererkrankungen oft nicht eindeutig sind oder ganz fehlen. Häufig sind ständige Müdigkeit, Konzentrationsstörungen und ein Druckgefühl im rechten Oberbauch, und ein Vorliegen von Blähungen.

Für die Betroffenen ist es wichtig, frühzeitig die Warnsignale des Körpers zu beachten. Besteht der Verdacht auf eine Lebererkrankung, sollten zunächst die Leberwerte untersucht werden. Sind diese erhöht, müssen die Ursachen mit weiteren Tests abgeklärt werden. Viele Lebererkrankungen lassen sich inzwischen gut behandeln, auch gibt es Impfmöglichkeiten gegen Hepatitis A und B.

Doch je mehr Zeit verstreicht, desto schwieriger wird die Behandlung und Dauerschäden können die Folge sein. Für alle Hepatitis-Erkrankungen gilt: Je früher die Diagnose, desto besser sind die Therapiechancen.

Wichtigster Leberwert ist der der Glutamat-Pyruvat-Transaminase (GPT, auch ALT)- er weist eindeutig auf eine Leberschädigung hin.

Weiterführende Ursachensuche am Beispiel Hepatitis-C auf gentechnischer Basis

Grundlage der modernen Diagnose auf Genbasis ist ein Antikörpersuchtest. So kann beispielsweise bei der Hepatitis-C im Blut der Patienten nach Antikörpern gesucht werden, die das Immunsystem gebildet hat, um Hepatitis C-Viren abzuwehren. Die Antikörper entstehen normalerweise erst vier bis sechs Wochen nach der Infektion (sogenannte diagnostische Lücke); in einzelnen Fällen kann es vorkommen, dass das Immunsystem erst nach vier bis neun Monaten mit der Produktion von Antikörpern reagiert.

Auch wenn der Test negativ ausfällt – also keine Antikörper gegen HCV nachgewiesen werden konnten – ist eine Infektion deshalb nicht sicher auszuschließen. Durch den Einsatz der PCR-Technologie kann die diagnostische Lücke entscheidend verkleinert werden.

Aber: Der Nachweis der Antikörper lässt keine Aussage darüber zu, ob es sich um eine akute, eine chronische oder eine bereits ausgeheilte Hepatitis C-Infektion handelt oder ob die getestete Person infektiös ist.

War der Test positiv, sind bei einem Patienten also Antikörper gegen HCV gefunden worden, sollte ein direkter Virusnachweis mit der Polymerase-Kettenreaktion (PCR) erfolgen, einem besonders empfindlichen Test zum Nachweis von Hepatitis C-Viren im Blut. Es kann zudem sinnvoll sein, die Anzahl der Viren im Blut – die so genannte

Viruslast – und den Genotyp, die genetische Variante des Hepatitis C-Virus, mit der ein Patient angesteckt ist, zu bestimmen. Dies geschieht mithilfe der „quantitativen“ PCR. Sie lässt auch erkennen, ob und wie ein Patient auf die Therapie anspricht. Sie stellt auch die Basis der „Personalisierten Medizin“ dar, wo die Ergebnisse dieser Tests Hinweise auf den Therapieverlauf geben. So wird die Therapiedauer und der Erfolg von diesen Tests beeinflusst und berechenbar. Der Vorteil: für die Patienten kann z.B. die Dauer (und für die Kostenträger auch die Kosten) reduziert werden.

Quelle: Roche Pharma
Bild: SXC

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